Autor Thema: foobar-fremde (hardware)lärmquellen im eigenbau  (Gelesen 1629 mal)

Ratman

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foobar-fremde (hardware)lärmquellen im eigenbau
« am: 25. Dezember 2015, 13:51:17 »
warum?
naja, ich hab mir (sag ich ned ganz ohne stolz) meinen eignen hardware-player gebastelt und mir selbst zum fest einer christensekte geschenkt. jetzt dachte ich mir: "da bin ich sicher ned der einzige" und würd mir auf diesem wege von anderen leute gern infos, ideen, verbesserungsvorschläge usw. holen, oder einfach nur neidig auf deren lösungen sein *g*.

was ich wollte?
eine "tragbare" lösung, um überall - so universell wie möglich - lärm hören zu können.
meine lösung war ein raspberry mit der saftware audacious (foobar unter linux auf so ner schwachen plattform - wird nix) und einem iqaudo-dac in studioquali (TI Burr Brown 32bit/384kHz mit nem TI TPA6133A als kopfi-verstärker). dazu hab ich (ungewollt, durch eigenverschulden und blödheit) mehrere gehäuse, steckerarten, usw. probiert.
rausgekommen ist dann folgendes ...

das innenleben:
http://ratman.at/images/stories/711/PI_ratOmat_V2/halbzeit-vorne.jpg

fertig in 3 ansichten:
http://ratman.at/images/stories/711/PI_ratOmat_V2/fertig-links.jpg
http://ratman.at/images/stories/711/PI_ratOmat_V2/fertig-vorne.jpg
http://ratman.at/images/stories/711/PI_ratOmat_V2/fertig-rechts.jpg

(ich verlink mal nur zu den bildern, weil ich ned weiß, wie man die hier auf thumbnailgröße bringt)

aja - was nicht funzt:
der screen hat eig. auch touch dabei. allerdings leider keine treiber für den linux-kernel 4.1.
das ist auch gleich mein erster hilferuf: kennt sich da wer aus, gibts ne möglichkeit, vorhandene treiber anzupassen? es gibt allerdings keinerlei infos drüber. ausser, dass es scheinbar angepasste usb-treiber sind. da der screen so n richtig fieses chinesisches bastelprodukt ist, hege ich keinerlei hoffnung, dass der hersteller (dessen namen ich nicht mal kenne) selber mal aktuelle treiber basteln wird.
« Letzte Änderung: 25. Dezember 2015, 14:04:12 von Ratman »

fooamp

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Re: foobar-fremde (hardware)lärmquellen im eigenbau
« Antwort #1 am: 08. Januar 2016, 10:29:00 »
Respekt! Erstens vor der Arbeit an sich, zweitens vor der sauberen technischen Ausführung, drittens vor der ästhetischen Qualität. Bei der Stromzufuhr hätte ich wohl einen Schrumpfschlauch verwendet, aber das ist jetzt Jammern auf extrem hohem Niveau. Ich jedenfalls hätte nicht die Muße, sowas nachzubauen (ich trage mich gerade eher mit dem skurrilen Gedanken, ein komodengroßes und klangmächtiges Röhrenradio in einen Gitarrenverstärker umzubauen...).

Wie ist das Wichtigeste, der Klang?

Bei den Treibern schätze ich mal wird sich wohl keine schnelle Lösung finden lassen, wenn überhaupt. Undokumentierte "Bastelkomponenten" sind schwer in den Griff zu bekommen. Das ist die Kehrseite des Eigenbaus. Aber dafür ist es Dein Eigenes, das keiner sonst hat. Ich finde, das ist ein guter Kompromiss.

Ratman

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Re: foobar-fremde (hardware)lärmquellen im eigenbau
« Antwort #2 am: 08. Januar 2016, 17:03:42 »
vielen dank fürs lob - war auch ein weiter weg - viel falsches gekauft, viel unterschätzt.

damitst was zum lachen hast:
so hat der test ausgschaut - vorne: http://ratman.at/images/stories/711/PI_ratOmat/proto_01.jpg und (nicht schrecken) hinten: http://ratman.at/images/stories/711/PI_ratOmat/proto_02.jpg
und so der erste prototyp -  http://ratman.at/images/stories/711/PI_ratOmat/halbfertig_-_aussen.jpg ... war alles zum wegwerfen

die stromzufuhr war so auch ned gedacht - ich wollt die eig. nach unten führen, da hatte ich noch nen anderen ständer im sinn, der dann aber zu groß gewesen wäre. mit dem jetzigen ständer passt der stecker leider nicht nach unten, hat aber den vorteil, dass der ständer jederzeit mit nur 2 schrauben ohne sichtbare löcher entfernbar ist, ich die ganze konsole also auch als tischpult verwenden kann.

der klang ist der pure wahnsinn - du pumpst da wirklich bis studioqualität durch den IQaudIO durch. da ist ein "Audiophile TI Burr Brown 32-bit/384kHz DAC (TI PCM5122)" mit nem "TI TPA6133A" kopfiverstärker verbaut. ich hab noch nen fiio kunlun für unterwegs, der ist nun auch kein schrott, stinkt aber gegen den iqaudio-dac auf voller linie ab.
ich muß nicht mal cd's irgendwie aufwerten für meine kopfhörer - das ding ist butterweich, sau exakt und warm, egal was du von welcher quelle hörst. und das für blöde 50,- euro + raspberry pi 2. wennst da n gehäsue mitkaufst und ihn per pc/tablet/handy steuerst hast du DEN dac um rund 100 euronen. zum vergleich: für den fiio (der kann nur 92 khz/24bit) hab ich knapp 200,- gelöhnt und der braucht noch nen pc oder n handy um lärm zu machen.
ganz abgesehen davon, dass du mit der raspberry pi lösung extrem flexibel bist - z.b. schmeißt du das ding hinter deine stereonlage und streamst auf selbige alles von überall, was irgendwie lärm machen kann. oder du kaufst dir noch den verstärkeraufsatz von iqaudio und hast somit alles bis auf deine boxen (im wahrsten sinne des wortes) in der hosentasche. gesteuert wieder vom handy, oder von allem, was nen webbrowser hat.

mir geht eigentlich nur noch ein foobar ab - die linux-pseudo-lösungen schafft der raspi halt leider nicht ... schade, dass die programmierer in der richtung nix machen.

und zu den touch-treibern: ja, ich habs auch schon aufgegeben. die zusätzliche maus tut zwar sehr weh am nachttischerl, aber man kann ned alles haben ...
« Letzte Änderung: 08. Januar 2016, 17:09:15 von Ratman »