Autor Thema: UPnP: Einsteiger-Hilfe  (Gelesen 659 mal)

Skinsuite

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UPnP: Einsteiger-Hilfe
« am: 27. Mai 2017, 14:17:14 »
Guten Tag zusammen

Ich arbeite alleine und möchte meine Musiksammlung von Zuhause gerne nutzen, um bei der Arbeit Musik zu hören. Nach ein wenig Nachforschungen bin ich auf foo_upnp gestoßen und habe es installiert. Gut so weit, aber ich verstehe im besten Willen nicht wie damit zu arbeiten. Kann mir hier jemand bitte das erklären?

Dankeschön und schönes Wochenende

AldiMp3

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Re: UPnP: Einsteiger-Hilfe
« Antwort #1 am: 27. Mai 2017, 20:59:53 »
Das Firmennetz ist hoffentlich auch bei Euch nach außen sehr gut abgesichert. Mitarbeiterrechte um beliebige auch eigene Privatcomputer aus fernen Standorten dort einzuhängen, sind dann aus Sicherheitsgründen fast unmöglich. Selbst ein befreundeter Administrator würde sich bei guten Know How zum Selbstschutz nur sehr ungern dazu überreden lassen.

Tests würde ich im privaten kleinen Heimnetz zunächst mit zwei Rechnern anfangen und auch das wird dauern, bis bei Einsteigern soviel Wissen vorhanden ist, dass auch die Sicherheit der Rechnerverbindung nach außen nicht auf der Strecke bleibt. Wer bisher nur als Anwender und nicht Administrator seines Rechners unterwegs war, sollte die Finger ganz davon lassen.

Sichere Alternative (95% Lösung):

Kostenloses Konto bei Spotify einrichten und unter Einstellungen die lokalen Musikordner einlesen lassen. Je nach Pflegezustand, Umfang und Hörgewohnheiten werden 90 bis 95% aller Titel in wenigen Minuten zuverlässig erkannt und dann befinden sich soviel lokale Titel in der eigenen Spotify-Musiksammlung, das Jahre ohne Wiederholung auch eigene Musik auf allen Rechnern weltweit (Windows, Mac, Linux, iOS, Android...) gehört werden kann, die einen Browser oder eine App oder diverse Musikplayer haben (also praktisch jeder ;-)

Spotify würde ich auch deshalb wählen, weil es mit etwas Mühe und Erfahrung sogar gelingt, ergänzende Spotify-Musik mit Foobar2000 abzuspielen. Mit Foobar2000 kann man sogar Musik taggen und verwalten, die man gar nicht besitzt!. Spotify ist für Abonnenten auch offen für alle Plattformen und moderne Fremdplayer wie Clementine, Tomahawk und eben Foobar2000.

Große und gepflegte Sammlungen in allen Musikformaten gehören aber alle Foobar2000. Wer will nimmt den AlbumArtDownloader und Mp3Tag oder Audials One noch mit auf den Rechner.

Wer später Alternativen zu Spotify sucht, macht einfach eine/mehrere Playlisten (max. 10.000 Titel pro Liste) daraus und konvertiert diese nach Google Play Music, Apple Music, Groove Music, Deezer, Tidal, Napster, Soundcloud, Amazon, Pandora oder andere Anbieter und hat dann auch diese Anbieter flexibel im Zugriff.

Dafür gibt es Soundiiz, Stamp, Playlist Converter (Windows 10 Universal App) und andere Umwandlungsprogramme.

Generell gehen bei jeder Weiterleitung immer 5 bis 10% der Titel verloren und Playlisten umwandeln braucht auch mehr Zeit (10.000 Teile i.d.R. eher Stunden als Minuten), aber von einem Rechner auf den anderen hoch- und runterladen würde bei Apple, Google oder Microsoft noch viel mehr Zeit verschlingen, da nicht nur Metadaten gelesen werden. Manuelles Nachbearbeiten schafft nochmals einige Lieblinge dazu, aber generell kann gesagt werden, dass gerade Spotify nach einigen Wochen eigener Lieblingsmusik gelernt hat, was man mag und dann kommen im 10er-Pack bis zur 1000fachen Filterblase nur noch Volltreffer für den eigenen Geschmack.

Wer Musik in der gigantischen Breite von New Age bis Heavy Metal mag, sollte diese besser auf mehrere kostenlose Spotify-Anmeldungen aufteilen, damit im ersten Konto nur sehr sanfte Klänge und in weiteren Konten die ganz harte Gitarrentöne, die Elektro-Mucke, der Jazz, die Klassik… laufen. Das ganze lässt sich dann wieder über Listen in einem Konto zusammenfassen und zu anderen Anbietern überleiten, die nicht so tolle Vorschläge unterbreiten, wo der Musikspieler aber besser erscheint. Eigentlich sollte ja nur Foobar2000 und eigene Mucke eine Rolle spielen, aber bei zwischenzeitlich über 100 Millionen Spotifyhörern, kann auch der treueste Foobar2000nutzer nicht mehr übersehen, dass es Sinn macht, die eine Welt mit der anderen zu verbinden. Gute Klänge aus dem Release Radar oder dem Mix der Woche kann man ja auch auf jedem Rechner schnell „einfangen“ und mit Foobar2000 hervorragend taggen bzw. verwalten.

Ratman

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Re: UPnP: Einsteiger-Hilfe
« Antwort #2 am: 28. Mai 2017, 12:34:36 »
weiß wer, wie lange upnp noch mit foobar laufen wird?
meines wissens nach, wirds ja nicht mehr gewartet.

da ich ne absoulte cloud- und diensteanbieter-phobie hab, muß bei mir alles entweder "am mann" sein, oder zumindest als hardware bei mir zu hause liegen.
so hab ich folgendes zusammengetragen:

lösung 1 - überall hoch qualitative musik:
meine musik liegt auf ner 2,5" 4 tb platte.
das ding geht auch mal in ner größeren hosentasche mit. da drauf liegt auch gleich ein portabler foobar mit allem pipapo.
alternativ: wer zu viel geld hat ... gibt ja jetzt schon 1 tb ssd's und dazu sehr kleine usb-adapter-gehäuse. das ist dann nicht viel größer als n usb-stick.

lösung 2 - billiger stream mit browser/handy zum steuern (bastellösung):
ich hab sowieso schon ne nas auf raspberry pi basis am laufen. da drauf der headless-player "mpd" ( https://de.wikipedia.org/wiki/Music_Player_Daemon ) und zum streamen "icecast2" ( https://wiki.ubuntuusers.de/Icecast2/ ). die fritzbox macht die freigabe und die dynamische dns.
jeder halbwegs brauchbare player kriegt den stream und steuern tu ich per webinterface und/oder handy-app. davon gibts für mpd ja wie sand am meer.
als goodie: der stream geht zuhause noch an div. wlan-boxen im bad, gartenhütte, ... und der mpd selber versorgt die gute anlage/kopfhörer direkt mit einem iqaudio dac in annähernd studioqualität. auch da steuerung per handy/tablet/brrowser.
« Letzte Änderung: 28. Mai 2017, 14:37:22 von fooamp »

AldiMp3

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Re: UPnP: Einsteiger-Hilfe
« Antwort #3 am: 28. Mai 2017, 13:35:51 »
Für sehr experimentierfreudige Bastler, die sich schon viel Wissen auch über Linux angeeignet haben, mag das eine Lösung sein, aber wer täglich so die IT-Nachrichten liest, wird schon nachdenklich:

https://www.heise.de/security/meldung/SambaCry-Gefaehrliche-Sicherheitsluecke-in-Samba-finden-und-patchen-3726053.html

https://www.heise.de/security/meldung/Firmware-Status-von-AVM-Routern-checken-Kritisches-Sicherheitsloch-in-Fritzbox-Firmware-gestopft-3687437.html

...also sicher gehen, dass die Fritzbox das aktuelle (vorerst) nicht mehr angreifbare Update hat
...bei Linux/Raspberri läuft der Netzwerkverkehr wohl primär (verdeckt oder offen) über Samba-Freigaben, also muss auch hier Samba auf dem aktuellen Stand sein

Lösung 1 mit Duplikat im Schrank ist wohl die sicherste Variante, wobei ich heute das gesamte System (Platte) sichern würde und schnell wieder einsatzfähig zu sein, wenn die Platte den Lebensgeist aufgibt oder angegriffen wird

Skinsuite

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Re: UPnP: Einsteiger-Hilfe
« Antwort #4 am: 28. Mai 2017, 17:22:42 »
Oh ja! Danke für eure Muhe und Zeit!
Werde mit dem Admin mal Kontakt aufnehmen. Aber die Lösung mit Spotify werde ich mal anschauen.
Vielen Dank für eure Hilfe und Antworten!
Melde mich dann nach Lösung des Problemes wieder. Danke!
LG Skinsuite

Ratman

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Re: UPnP: Einsteiger-Hilfe
« Antwort #5 am: 28. Mai 2017, 18:16:26 »
@AldiMp3
Zitat
...also sicher gehen, dass die Fritzbox das aktuelle (vorerst) nicht mehr angreifbare Update hat
...bei Linux/Raspberri läuft der Netzwerkverkehr wohl primär (verdeckt oder offen) über Samba-Freigaben, also muss auch hier Samba auf dem aktuellen Stand sein
  • sowieso *g* wer nicht aktuell is ... selber schuld. bringt immer lacher, wenn die leute dann weinen ... betrifft aber nicht nur linux.
  • raspberry ist n dummes debian, kann also auch alle gängigen protokolle für freigaben. nicht nur samba.
eig. sind nur 2 portweiterleitungen nötig: 1 mal für den stream ins netz raus und 1 mal zum steuern vom mpd. sogar den dns-service bringt die fritzbox selber mit. da kommt also kein scriptkiddy so schnell auf deinen rechner. im schlimmsten fall kanns andere musik abspielen. und das auch nur dann, wenn man keine eigenen user/passwörter für mpd und/oder icecast vergibt.
Zitat
Für sehr experimentierfreudige Bastler, die sich schon viel Wissen auch über Linux angeeignet haben,
wenn du mich meinst, dann versteht man unter "fortgeschritten": jemand (also mich), der weiß, dass er nix weiß und nur nach anleitung im netz arbeitet *g*. man muß halt VORHER lesen und dann DENKEN, dann is das ganze linux nicht wirklich ein problem. und das sag ich, also jemand, der von den linux-leuten im allgemeinen als "klicki-bunti-user" bezeichnet wird.
« Letzte Änderung: 29. Mai 2017, 02:36:10 von fooamp »

blackritus

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Re: UPnP: Einsteiger-Hilfe
« Antwort #6 am: 29. Mai 2017, 20:37:42 »
Ich würde dir auch die Lösung einer externen Festplatte mit portable Foobar empfehlen.
Ist das einfachste, immer aktuell und du brauchst dir wegen Sicherheit / Umlernen keine großen Gedanken machen. Ich höre zu Hause auch immer direkt von der Platte, dann muss ich nicht mal was synchronisieren.

2,5 Zoll, 2TB, USB 3.0, ohne extra Stromanschluss gibt's schon ab 80€.